Vereinsgeschichte
Die Gesellschaft lebt im Industriezeitalter. Eng damit verknüpft die Entwicklung
des Automobils und des Motorrades. Auf eine hundertjährige Tradition kann das Automobil
zurückschauen. Das alles hat den Wohlstand unserer Gesellschaft geschaffen. Die
mit den Motorfahrzeug gewonnene Mobilität prägt unsere Gesellschaft und ist ein
Teil unserer Lebensqualität.
Von der Leistung und dem Erfolg dieses Industriezweiges hängt damit auch der Wohlstand
des Staats und jedes Einzelnen ab. Diese neue Interessengemeinschaft schloß sich
schnell in Verbänden zusammen, um sich gegen Vorurteile und auch Widerstände zu
wehren. Bereits 1903 wurde in Stuttgart die Deutsche Motorradfahrervereinigung gegründet.
1904 fand die Gründung des Gaues Nordbayern statt. Damit war der Grundstein für
die später so groß gewordene ADAC - Familie gelegt. Nach dem Ende des ersten Weltkrieges,
und zwar am
18. Dezember 1920
wurde auch der Kronacher Automobilclub aus der Taufe gehoben. In den Räumen des
Schützenhauses Kronach fanden sich 40 Mitglieder ein, die den Verein begründeten.
Damaliger 1.Vorsitzender war Johann Julius Caspar aus Kronach, der die Geschicke
des Vereins bis 1934 lenkte.
Das vorgesehen Ziel war die Geselligkeit zu pflegen, sich gegenseitig zu unterstützen,
einen regen Meinungsaustausch über alle schon damals bestehenden und immer wieder
neu auftauchenden Verkehrsprobleme zu diskutieren, die zuständigen Behörden mit
Verbesserungsvorschlägen zu unterstützen, aber auch Motorsport zu betreiben. Das
erste heute noch im Original vorhandene Sitzungsprotokoll enthielt folgenden
Eintrag:
"Nach glänzend verlaufener Versammlung und bei voller Befriedigung sämtlicher Anregungen
beschloss Herr Ernst Wengler aus Bamberg die heutige Gründungsversammlung mit den
wärmsten Glück- und Segenswünschen zum Wohle und Gedeihen der Ortsgruppe und gab
seine bestimmte Hoffnung kund, dass die Ortsgruppe Kronach bei einem derartig geschlossenen
Zusammenhalt, wie ihn die Gründungsversammlung zeigt, in ganz kurzer Zeit an der
Spitze sämtlicher Ortsgruppen als leuchtendes Beispiel stehen wird."
Im Gründungszeitpunkt hatte Kronach erst zwei Autos aufzuweisen. Das änderte sich
dann aber zusehens. In den zwanziger Jahren war bereits das über die Landesgrenzen
hinaus bekannte "Ködelbergrennen" angelaufen. Einer der damals prominentesten Teilnehmer
war Rudolf Caracciola, der in den 30iger Jahren, damals noch für Mercedes
- Benz, einen Silberpfeil pilotierte.
Als 1932 der Gau Nordbayern eine Wertungsfahrt durchführte, deren Endziel unsere
Heimatstadt Kronach war, fanden sich hier 837 Fahrzeuge ein, ein ganz neuer Rekord
für den Gau in Nürnberg. 1934 ereilte den "Automobilclub Kronach" das Schicksal.
Er musste wie alle anderen gleichartigen Vereine seine Tätigkeit einstellen. Erst
am
25. August 1950
erfolgte nach Genehmigung durch die amerikanische Besatzungsmacht die Wiederbegründung
unserers Vereins statt. Die Versammlung war erneut im Schützenhaus - Saal von Kronach.
Als 1.Vorsitzender fungierte nun Herr Hans Endres (Autohaus Endres) aus Kronach.
Er führte den Verein zu neuer Blüte und noch heute haben wir ca. 350 Mitglieder
in unseren Reihen. Am 28. März 1960 legte Hans Endres aus Altersgründen die Weiterführung
des Vereins in jüngere Hände. Die Ära "Schäder" begann. Johann Schäder wurde zum
neuen 1. Vorsitzenden gewählt. Rechtsanwalt Julius Herrmann war sein treuer Paladin
rund 25 Jahre als 2. Vorsitzender.
Als Schäder ebenfalls aus Altersgründen abdankte, übernahm RA Herrmann für weitere
5 Jahre den Vorsitz. 1991 legte Herrmann den Vorsitz ebenfalls aus Altersgründen
ab. Hilmar Pudler, der im Vorfeld schon als zweiter Vorsitzender fungierte rückte
nach. Hilmar Pudler führte den Club bis zum 24.01.2003 und legt seinen Vorsitz aus
Gesundheitsgründen nieder. Auf der Jahreshauptversammlung am 24.01.2003 wurde dann
ein komplett neuer Vorstand gewählt. Die Zeiten und somit auch die Anspürche unserer
Gesellschaft haben sich in vieler Hinsicht geändert. Alte Werte geraten im Zuge
der räumlichen Flexibilität und in Zeiten der grenzen losen Kommunikation immer
mehr in Vergeseheit. Nichts desto Trotz wird die Vorstandschaft zusammen mit allen
Mitgliedern auch in den nächsten Jahren bemüht sein die vergessene Ideale wieder
in Erinnerung zu rufen. Die immer größer werdende Arroganz der Menschheit sowie
den damit verbunden Egoismus des Individuums ist der schlimmste Feind unserer Zivilisation.
Motorsport verbindet und erzeugt das "Miteinander" was heute wichtiger ist als alles
andere.